Keine Buchmesse – was jetzt?

Der Ausfall der Leipziger Buchmesse trifft vor allem Kleinverlage und Selfpublisher hart. Was ihr jetzt tun könnt, um sie zu unterstützen.

Aufgrund des Corona-Virus wurde die Leipziger Buchmesse kurzfristig abgesagt. Diese Entscheidung trifft vor allem die kleinen, unabhängigen Verlage und Selfpublisher hart. Für sie stellt die Messe eine der wenigen Möglichkeiten dar, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren oder vor großem Publikum zu lesen. Die Messeeinnahmen sind oft fest im Budget verankert und eingeplant, viele Monate der Vorbereitung sind jetzt verloren.

Trotzdem bringt es jetzt bei allem berechtigten Frust nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Ihr könnt hier und heute den betroffenen Verlagen helfen, einen Teil ihrer Ausfälle zu kompensieren.

Kauft Bücher!

Egal ob ihr vorhattet zur Messe zu fahren oder nicht – gerade jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, Bücher zu kaufen. Unter dem Hashtag #bücherhamstern findet ihr auf Twitter, Facebook oder Instagram Vorschläge aus kleinen Verlagen und von Selfpublishern. Online zu stöbern ist zwar nicht so schön wie auf der Messe, aber ihr entdeckt bestimmt die eine oder andere Perle.

Am meisten helft ihr Verlagen übrigens, wenn ihr direkt in deren Online-Shop oder im Buchhandel bestellt. Vermeidet, wenn möglich, Amazon. Im Zweifelsfall holt euch die Bücher aber einfach über den Kanal, der euch am besten liegt, denn jedes gekaufte Buch – egal ob Taschenbuch oder Ebook – hilft.

Vorschläge aus dem Phantastik-Bereich findet ihr zum Beispiel auf der Website von PAN.

Text: "Die Leipziger Buchmesse 2020 fällt wegen des Coronavirus aus. Unter dem folgenden Hashtag könnt ihr Bücher empfehlen, die ihr zur LBM gekauft hättet. Verlage und SPler können ihre Neuheiten ebenfalls unter diesem Hashtag posten". #bücherhamstern
Auch PAN empfiehlt #Bücherhamstern.

Zeigt her eure Bücher!

Ihr habt fleißig eingekauft? Super! Macht ein Foto von euren Bucheinkäufen, postet es in den Social Media oder erzählt, warum es euch besonders angelacht hat. Was fasziniert euch daran, warum wollt ihr es lesen? Dabei müsst ihr keine großen Influencer*innen oder Instagram-Profis sein. Schon ein kleiner Beitrag mit einem Coverfoto hilft, ein Buch bekannter zu machen. Nutzt dabei am besten den Hashtag #bücherhamstern, damit andere Interessierte eure Tipps finden.

Auch Künstler*innen freuen sich über euren Support, indem ihr ihre Profile teilt oder Fotos von euren Errungenschaften herzeigt.

Sprecht über Bücher!

Ihr habt ein richtig gutes Buch gelesen und wollt es allen erzählen? Ihr wollt über bestimmte Themen diskutieren? Oder wollt ihr wissen, wie andere Leser*innen ein Buch fanden? Dann schreibt doch einfach eine kleine Rezension, z.B. auf Amazon, Goodreads oder Lovelybooks, startet einen Diskussionsthread in den Social Media oder schreibt einen Blogbeitrag dazu. Je mehr über Bücher im öffentlichen Raum gesprochen wird, desto besser!

Nehmt an Aktionen teil!

Gerade schließen sich zahlreiche Autor*innen, Künstler*innen und Verlage zusammen, um Online-Aktionen, Lesungen und dergleichen ins Leben zu rufen. Mehr dazu findet ihr in den Social Media unter dem Hashtag #onlineLBM, #leidernichtleipzig oder #LeipzigerBuchfieber.

Ihr könnt helfen, indem ihr an den Aktionen teilnehmt, anderen davon erzählt oder euch, wenn ihr Lust habt, selbst engagiert.

Werdet Unterstützer*innen!

Viele unabhängige Autor*innen oder Künstler*innen sind mittlerweile auf Patreon, Twitch, Ko-Fi oder einer ähnlichen Plattform zu finden. Ihr könnt sie dort mit einem einmaligen oder monatlichen Beitrag finanziell unterstützen.

Markus Mäurer hat für Fischer TOR über Phantastik-Autor*innen geschrieben, die Patreon für sich entdeckt haben, ihr findet aber sicher auch noch viel mehr Künstler*innen, die sich über eure Unterstützung freuen.


Habt ihr noch eigene Ideen oder Vorschläge? Dann teilt sie mit der Welt, nutzt die Hashtags für eine gemeinsame Koordination und lasst die Liebe zum Lesen hochleben. Auch ohne Buchmesse.

Empfehlungen von mir für sehr gute Phantastik-Romane von unahängigen Autor*innen oder Verlagen findet ihr zum Beispiel in meinem Leserückblick 2019.

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