Horrorfilm, Empfehlungen, Halloween

Horrorfilme zu Halloween 2019

In weniger als einer Woche ist Halloween. Eine perfekte Gelegenheit für ein paar gute Horrorfilme.

Ich bin ja bekennender Horror-Fan. Meine Lieblingstitel aufzuzählen fällt mir allerdings immer schwer, weil es viele Horrorfilme (und -romane) gibt, die mich begeistert haben – und ebenso viele, die ich maximal durchschnittlich fand.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, euch ein paar Horrorfilme zu empfehlen, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Ich bin zwar auch ein großer Fan der „Klassiker“ (Alien, The Ring, Nightmare on Elmstreet, Blairwitch Project), aber manchmal entdecke ich auch weniger bekannte Horrorfilme, die mich begeistern. Ein paar davon habe ich euch heute zusammengestellt.

Dark Skies

Filmposter zu "Dark Skies", Science Fiction, Horrorfilme, Dimension Films
Filmposter „Dar Skies“, Dimension Films

Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Science Fiction, paranormaler Horror
Streaming: nein (kostenpflichtig zu leihen bei Amazon; bis 27.10. für 99 Cent bei Prime)

„Dark Skies“ ist ein Science-Fiction-Horrorfilm von Scott Stewart aus dem Jahr 2013, der geschickt paranormalen mit kosmischem Horror verbindet.

Die Familie Barrett lebt in einem schönen Haus in einer amerikanischen Vorstadt. Als Familienvater Daniel seinen Job verliert, droht der gehobene Lebensstandard der Familie zu bröckeln, es kommt zu Spannungen zwischen ihm und seiner Frau Lacy, einer Immobilienmaklerin, die nun allein für die Familie sorgen muss. Zu allem Überfluss wird die Familie zunehmend Zeuge seltsamer Ereignisse: die Küche wird über Nacht völlig verwüstet, tote Vögel stürzen vom Himmel, die Alarmanlage spielt verrückt und ihr kleiner Sohn Sammy beginnt zu schlafwandeln. Immer wieder wird er von Albträumen vom Sandmann heimgesucht, der versucht, seine Augen zu stehlen. Lacy sucht verzweifelt nach einer Erklärung für die seltsamen Phänomene, und stößt auf verstörende Antworten.

Was als klassische „Haunted House“-Story beginnt, entwickelt sich zu einem atmosphärisch dichten Science-Fiction-Horrorfilm. Das Grauen, das die Familie heimsucht, wird gut in Szene gesetzt und der Film verzichtet (überwiegend) auf bildliche Darstellung des Horrors. Die wenigen Szenen, in denen die „Besucher“ sichtbar werden, erweisen sich im Nachhinein als projizierte Bilder oder Träume. So bleibt unklar, ob die eher stereotype Alien-Darstellung der Realität entspricht oder nur das ist, was die Besucher die Menschen glauben lassen wollen. Der Schluss wirkt etwas „unfertig“, aber trotzdem ein sehenswerter Film für alle, die atmosphärischen Horror ohne expliziten Splatter mögen.

It follows

Filmplakat zu "It Follows", Horrorfilme, Dimension Films
Filmposter „It follows“, Dimension Films

Erscheinungsjahr: 2012
Genre: psychologischer Horror
Streaming: nein (kostenpflichtig zu leihen bei Amazon; bis 27.10. für 99 Cent bei Prime)

Von diesem Film habe ich außer trashigem Teenie-Slasher nicht viel erwartet – und war positiv überrascht. Ein sehr guter, spannender Horrorfilm, der trotz geringem Budget (oder gerade deswegen?) hervorragend funktioniert. Und die Schlusseinstellung ist ausgesprochen gelungen.

Eigentlich will die 19-jährige Jaimie nur eine heiße Nacht mit ihrem College-Freund Hugh verbringen, doch nach einem Quickie im Auto eröffnet Hugh ihr, dass er sie mit einem Fluch infiziert hat. Jaimie wird von diesem Tag an von einem Wesen verfolgt, das jede beliebige Gestalt annehmen kann und sie tötet, sobald es sie berührt. Stirbt sie, springt der Fluch auf Hugh zurück – deswegen soll Jaimie den Fluch weitergeben, indem sie mit jemandem schläft. Jaimie will seinen Worten zunächst keinen Glauben schenken, doch tatsächlich wird sie plötzlich auf Schritt und Tritt verfolgt. Nirgendwo scheint sie sicher – und auch ihre Freunde sind ihr keine Hilfe.

Die Prämisse des Films wirkt zunächst trashy, ist aber eine geniale Abrechnung mit dem uralten Horrorfilm-Trope, dass Sexualität oder moralisch bedenkliches Verhalten der Akteur*innen bestraft wird. Und auch die Hommage an klassischen Horror der 1970er und 1980er Jahre („Nightmare on Elmstreet“, „Freitag der 13.“) wird deutlich. Darüber hinaus hat der Film eine großartige Soundkulisse und ein sehr gutes Pacing, ohne durch übermäßigen Einsatz von Kunstblut überzogen zu wirken.

Sinister

Filmposter "Sinister", Horrorilme, Lionsgate
Filmposter „Sinister“, Lionsgate

Erscheinungsjahr: 2012
Genre: (psychologischer) Horror, paranormaler Horror
Streaming: ja (Amazon Prime, Sky Go)

Einer meiner Alltime-Favorites. Klassischer, von The Ring inspirierter Horrorfilm mit verstörenden Bildern und einem sehr stimmigen Ende – was viele Pluspunkte gibt, denn gerade das Ende setzen viele Horrofilme in den Sand. Außerdem habe ich ein Faible für Horrorfilme mit Schriftstellern als Protagonisten.

Ellison Oswald, mehr oder weniger erfolgreicher Autor von True-Crime-Romanen, zieht mit seiner Familie in ein Haus, in dem vor Jahren eine Familie auf mysteriösen Umständen ums Leben kam. Im Haus findet Ellison einen alten Super 8 Film mit unheimlichen Aufnahmen von Familien und deren grausamen Tod. Bei seinen Recherchen stößt Ellison auf eine mysteriöse Gestalt, die in jedem Film am Rande zu sehen ist, genau wie ein okkultes Zeichen. Mit Hilfe eines Professors, der sich auf das Okkulte spezialisiert hat, findet Ellison heraus, dass es sich bei der Gestalt um den Dämon Bughuul handelt, der sich von Kinderseelen ernährt. Und plötzlich scheint auch Ellisons Familie in Gefahr zu sein …

Tucker and Dale vs. Evil

Filmposter "Tucker and Dale vs. Evil", Horrofilme, Horrorkomäide, Magnet Releasing
Filmposter „Tucker & Dale vs. Evil“, Magnet Releasing

Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horrorkomödie, Teenie-Slasher
Streaming: ja (Sky Go), kostenpfichtig zu leihen bei Amazon

In Geek-Kreisen schon lange kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem eine Erwähnung wert. „Tucker and Dale vs. Evil“ ist eine großartige Abrechnung mit dem altbekannten Hinterwäldler-Horror-Trope und besticht vor allem durch die passionierte Darstellung von Tyler Labine und Alan Tudyk, die an diesem Set offensichtlich einen Riesenspaß hatten.

Die beiden gutmütigen, aber etwas naiven Hillbillys Tucker und Dale erwerben eine heruntergekommene Hütte in den Appalachen und freuen sich darauf, diese zu renovieren und zu einer Ferienhütte umzubauen. Zeitgleich campen neun hippe College-Student*innen in den Wäldern und erzählen sich dort Horrorgeschichten von einem schrecklichen Massaker, das vor Jahren dort stattgefunden haben soll. Als Tucker und Dale beim nächtlichen Fischen auf einem Waldsee der Gruppe begegnen, retten sie die hübsche Allison, die bei dem Versuch, von einem Felsen aus ins Wasser zu steigen, verunglückt. Ihre Freunde, die im Dunkeln nicht genau sehen können, was passiert ist, glauben, dass Allison entführt wurde. Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass ein tollpatschiger Student nach dem anderen ganz ohne Dale und Tuckers Zutun stirbt, während die Überlebenden immer überzeugter davon sind, es mit skrupellosen Mördern zu tun zu haben. Dabei wollen die beiden doch nur ihre Ruhe …

„Tucker and Dale vs. Evil“ ist nicht nur eine sehr unterhaltsame Horror-Komödie, sondern nimmt bekannte Teenie-Slasher-Klischees sehr gelungen aufs Korn und zeigt auf, was Vorurteile und Missverständnisse anrichten können. Sehr unterhaltsam – wenn man Splatter mag – und jetzt schon Kult.

Habt ihr Horrorfilme, die ihr gerne weiterempfehlt? Ich bin gespannt. Ansonsten: Viel Spaß beim Gruseln!

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