Über mich

Als Tochter zweier Germanisten kam ich früh mit phantastischer Literatur in Berührung. Ronja Räubertochter, Jim Knopf und Harry Potter begleiteten mich durch meine Kindheit und weckten den Wunsch, meine eigenen Welten und Figuren zum Leben zu erwecken. Schon im Kindergarten fanden die ersten eigenen Geschichten einen Weg aufs Papier. Während meiner Schulzeit entstanden unzählige, heute zurecht vergessene Romanfragmente.  Das Schreiben hatte mich – mit Haut und Haaren.

Rollenspiel & Psychologie

Pen & Paper Rollenpiel (c) privat

Als passionierte Pen-and-Paper- und Live-Rollenspielerin empfinde ich große Freude daran, ungewöhnlichen Charakteren Leben einzuhauchen, ihre Motivation zu entwickeln und ihre Stärken und Schwächen abzuwägen.

Dabei helfen mir auch meine Erfahrungen aus dem Psychologiestudium, das ich 2014 abgeschlossen habe. Beruflich beschäftige ich mich vorrangig mit gefährlichen Strafätern, über deren Behandlung ich meine Doktorarbeit schreibe. Menschliche Abgründe sind mir demnach auch im wahren Leben vertraut.

Genremix & komplexe Charaktere

Es überrascht also nicht, dass sich meine literarischen und schreiberischen Interessen vor allem im Bereich Low Fantasy, Thriller, Horror und Mystery bewegen, wobei ich gerne auch Ausflüge in andere Subgenres der Fantasy unternehmen. Authentische, vielschichtige Charaktere sind mir dabei ebenso wichtig wie spannungsgeladene Plots, die den Leser atemlos zurücklassen. Ich mag es, Genres zu mischen, mit verschiedenen Elementen zu spielen und sie zu kombinieren. Je vielfältiger, desto besser.

Ich schrecke auch nicht vor schwierigen oder unangenehmen Themen zurück und thematisiere sie häufig in meinen Romanen oder Kurzgeschichten. Darunter fallen gesellschaftliche Tabus wie Diskriminierung, Verfolgung und Rassismus ebenso wie Selbstjustiz, Gewalt und Krieg. Einige meiner Geschichten sind aber auch positiv und humorvoll, die Abwechslung ist es, die mich reizt.

Autorinnenalltag

Mein Arbeitsplatz (c) privat

Am liebsten schreibe ich zuhause in meinem hellen Arbeitszimmer mit einer Tasse Tee oder Milchkaffee. Alternativ schreibe ich auch sehr gerne im Zug: kein WLAN, keine Ablenkung und nette Landschaft vor dem Fenster. Außerdem ist die deutsche Bahn immer für etwas Extra-Schreibzeit gut.

Zum Plotten, Schreiben und Überarbeiten nutze ich verschiedene Programme, springe je nach Bedarf zwischen Scrivener, Word und Papyrus hin und her. Auch Mindmapping-Programme nutze ich dafür gerne, manchmal auch einfach Notizbüchlein oder ein großes DIN-A4-Blatt. Der Austausch mit anderen Autoren gibt mir zudem sehr viel und hilft mir, mich weiterzuentwickeln. Vor allem im Tintenzirkel-Fantasyautorenkreis und finde ich immer wieder Antworten, Inspiration und Unterstützung bei meiner literarischen Reise. Seit 2017 bin ich außerdem mitglied im Phantastik-Autoren-Netzwerk PAN und hoffe, dass wir gemeinsam die Phantastikszene noch besser vernetzen und in den Fokus der Öffentlichkeit rücken können.

Ich bin politisch, und das ist gut so

Auch wenn meine Romane durchweg in den Bereich der Unterhaltsliteratur fallen, gibt es zahlreiche gesellschaftliche Themen, die mir als Autorin wichtig sind. Diese versuche ich nicht nur in meinen Werken umzusetzen, sonderen ich engagiere mich auch online für Feminismus, Diversität, Antirassismus und gegen jede Diskriminierung. Die Phantastik gilt zurecht als ein Spiegel unserer Gesellschaft und es liegt in der Verantwortung der Autorinnen und Autoren, sich Gedanken über die Wirkung ihrer Texte und die verarbeiteten Elemente zu machen – auch wenn das Ziel primär die Unterhaltung ist.

Insbesondere gilt das für das Thema „Diversität“. Die Phantastik-Literatur ist nach wie vor stark von westlich-europäischen Standards, kaukasisch aussehenden Figuren und Heteronormativität geprägt, d.h. queere Charaktere, People of Color, Figuren mit Behinderungen oder selbst komplexe Frauenfiguren trifft man nach wie vor nur selten an. Dabei bietet gerade die Phantastik unzählige Möglichkeiten, Vielfalt abzubilden und Repräsentation für alle Arten von Menschen zu schaffen. Empathie, Feingefühl, Recherche, aber vor allem der Kontakt zu Betroffenen sind dabei wichtige Bausteine. Auch die Unterstützung von Own-Voice-AutorInnen liegt mir sehr am Herzen, denn niemand kann Geschichten authentischer erzählen als jene, die sie erlebt haben.

Habt ihr noch Fragen? Wollt ihr mehr über mich oder mein Schreiben wissen? Fragt einfach, ich antworte gerne.


Ein Überblick über meine Vita und meine Veröffentlichungen findet sich in meiner Pressemappe


Interviews mit der Autorin: